Zum Ende des Sommers

Der Sommer ist vorbei und der Herbst kommt mit großen Schritten …

Spätsommer-Elegie

Bald fallen leise die bunten Blätter wirbelnd sanft im Wind,
ich weiß, dass jetzt bald die Tage kühler und dunkler sind.
Ich weiß, dass mir Zeit und Leben beständig still entflieht,
und ich frage, ob bis zum Herbst eine sichere Heimat ich find,
denn ich spüre, wie alles um mich herum unaufhörlich weiterzieht.
Und bevor der Herbst beginnt, erhebt sich mir die bange Frage.

Der Schwan erhebt sein Haupt in königlicher Weise,
auf dem Wasser zieht er majestätisch seine Kreise,
aus dem Gefieder schwindet das Grau-Braun der Jugendtage.
Als letzten Abschiedsgruß bricht die Sonne sich ihr Geleise,
der Sommer, der zu Ende geht, verschwendet letzte Sonnentage.
Und bevor der Herbst beginnt, erhebt sich mir die bange Frage.

Spätsommer, er geht vorbei, Herbstgefühl steigt auf in mir.
Müde tragen mich meine Füße langsam ganz weit weg von dir.
Abendrot färbt nun den Himmel, leise wiegt der Wind die Bäume,
trägt meine Gedanken, trägt meine Gefühle weit weg von hier.
Und du gehst, lässt mich alleine, was mir bleibt, sind stille Träume.
Und bevor der Herbst beginnt, erhebt sich mir die bange Frage.

Gefühle verwirrt, Gedanken, sie kommen, Gedanken, sie gehen.
Die Sehnsucht, sie bleibt. Wann werden wir uns wiedersehen?
Das, was ich verloren habe, werde ich es jemals wiederfinden?
Schweigend verlasse ich das Ufer, lausche still dem tiefen Flehen.
Und diese Klage tief im Herzen wird mit Tränen sich verbinden.
Und bevor der Herbst beginnt, erklingt nun meine bange Klage.

aus meinem Almanach

Wanderung im Sommer

Komm mit auf eine sommerliche Wanderung…

Wanderung im Sommer

Ich mach mich auf zur Sommerzeit.
Wohl auf den Weg ist er auch weit.
Ich ging ans Bächlein, das mir so nah,
denn mich erfreute, was dort ich sah.

Die Bäume an dem Ufer dort
sie decken schattig diesen Ort,
doch auch ein kleiner Sonnenstrahl,
sich durch das dichte Laub empfahl.

Die Vöglein hoch in des Baumes Krone,
sie zwitschern fröhlich und laut mir vor.
Und ihr Gesang wird mir zum Lohne,
schallt er doch freundlich mir ans Ohr.

Hier in des Bächleins Rauschen
hört ich die Welt fort gehn. 
Ich wollt den Klängen lauschen,
bevor sie ganz still verwehn. 

Doch auf des Bächleins Grunde
liegt dort ein Stein zur Stunde,
auf sandig weichem Bette
an seiner Heimatstätte.

Der singt mir seine stummen Lieder,
von Wassern, die beständig Fließen.
Ich hör sie gerne, immer wieder,
zu dieser Stunde, und will genießen.

Und mit den bunten Schmetterlingen
will fröhlich auch mein Lied erklingen.
Kühl umspielt das Wasser meinen Fuß,
spürt, dass ich weiter wandern muss. 

Meine Wanderung nähert sich ihrem Ende,
ich hoffte, dass ich hier draußen etwas fände.
Der Sommer, er kam mir wohl entgegen,
er schenkt der Natur seinen reichen Segen.

Dieses Gedicht stammt aus meinem Almanach.

Zwiegespräch

Heute mal ein kleines Zwiegespräch aus meinem Liederbuch:

Zwiegespräch

Es ist vorbei!
Bist du sicher?
Ich will nicht mehr!
Liegt die Entscheidung bei dir?
Aber was soll ich denn tun?
Woher soll ich das wissen?
Lass mich doch in Ruhe!
Weshalb?
Weil ich dich nicht hören will!
Glaubst du, das interessiert mich?
Hör endlich auf!
Nein, jetzt fange ich erst an!
Du nervst!
Was soll ich sonst tun?
Verschwinde!
Ich bleibe!
Dann schweige!
Willst du das wirklich?